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Janáček, Martinů, Dvořák

Janáček, Martinů, Dvořák

Das Gewandhausorchester folgt Netopil als Ganzes mit spröde sprechendem Klang durch diese elektrisierend querständige Musik. ...

GEWANDHAUSORCHESTER LEIPZIG / JANACEK, MARTINU, DVORAK / February 2012
Ein schönes Programm: Antonin Dvořák, Leoš Janáček und Bohuslav Martinů stehen in den Grossen Concerten dieser Woche...Tomáš Netopil, Jahrgang 1975, ist ein Könner, einer der interessantesten Dirigenten seiner Generation. Elegant schlägt er, präzise und inspirierend. Folgerichtig ist er an den Pulten der Welt ein gern gesehener Gast. ...Wie er nun die drei Teile der kleinteilig, fast collagenhaft konzipierten Taras-Bulba-Rhapsodie Janaceks in Fluss bringt, neben der sprechenden Dramatik dieser Musik auch ihrer musikalischen Logik zu ihrem Recht verhilft, das zeigt enormes gestalterisches Potential. Da greifen in „Andrijs Tod“ die schmerzhaft lang ihre Auflösung herauszögernden Orgel-Dissonanzen dem Hörer emotional an die Gurgel – und sind doch klar entwickelt aus dem musikalischen Material des Umfelds. Da verweisen in „Ostaps Tod“ und in „Prophezeiung und Tod Taras Bulbas“ Rhythmus und Intervall-Struktur auf Berlioz und Beethoven – und sind doch in jedem Takt Janáček pur. ...
Das Gewandhausorchester folgt Netopil als Ganzes mit spröde sprechendem Klang durch diese elektrisierend querständige Musik. ...
(Leipziger Volkszeitung)

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